Jubiläumskracher im Zittauer Gebirge

Diese "Bild"-Schlagzeile passt sowohl zur Charakteristik der Tourentag-Runde am letzten Sonntag, als auch zum Einschlag des Tourenguides in den Asphalt während der Tour nach dem jämmerlichen Versuch, eine Europalette zu überfahren - aber dazu später mehr.

Noch eine kurze philosophische Frage vorweg? Wenn die Tourentag-Kaffeekanne mit etwa 3 Litern Kaffee umkippt, davon zwei Liter auslaufen, die Kanne aber so liegt, dass das Wechsel-Shirt vom Guide, die Servietten und die Pappteller fast alles aufsaugen - ist das dann Pech oder Glück??? :-D

Kaffee hin oder her - wieder bei bestem Wetter trafen sich eine edle Auswahl an Mountainbike-Enthusiasten zum Herbsttourentag - dieses Mal für eine masochistische Runde über das Zittauer Gebirge. Klar könnte man sich auch auf ausgeschilderten Radwegen die Berge aus der Distanz anschauen, aber nein, es war auch angekündigt, über jeden verfügbaren Hügel wird hoch gekeucht und wieder runter gebrettert - möglichst auf dem unwegsamsten Pfad. Das hatte sich der Tourenguide zumindest im Rausche guten Fitnesszustandes so ausgedacht - doof nur, wenn eine Erkältung den selben seine Schmerzlust deutlich mindert.

Aber der tolle Sonnenschein eines perfekten Spätsommertages lies uns alle den ersten langen Anstieg vergessen und wir genossen die tolle Trailabfahrt am Spitzstein vorbei nach Jonsdorf. Nun ging es zur Folterkammer aller Uphillhasser und zum ultimativen Lustobjekt von Andre. Ach nein, vorher war noch ein lächerlich kleiner Graben mit Hilfe einer Europalette zu überwinden - alle haben es gemeistert außer der Tourenguide. Hier das Gedankenprotokoll: " Pfad - Ok, Graben? ah Europalette - Ok, mmh - Bretter mit Rillen längs zur Fahrtrichtung - ach einfach drüber - jetzt nicht zum Heinz machen.... " Überflug - Einschlag in den Asphalt - aua!!!

10 Sekunden - dann kam auch schon der erste GANZ EINFÜHLSAME KOMMENTAR von Marko - aber ich bin es ja gewöhnt...

Umso mehr genoss ich dann die ungläubigen Gesichter nach meiner Ankündigung, dass es jetzt nur noch eine Stunde bis zum Lauschegipfel dauern würde - der erste Teil über sehr steilen Schotteranstieg, der zweite über besch... steilen fast unfahrbaren Karrenweg. Aber Respekt - alle quälten sich tapfer den Berg hoch. Lohn da oben ist dann eine wirklich fantastische Aussicht, die wir alle bei einer Brotzeit genossen. Anschließend ging es auf einem Traum aus anspruchsvollem Serpentinenpfad wieder dem Berg hinunter.

Die Mitteletappe führte uns immer an der Grenze entlang über einem Wechsel aus Waldwegen, Trails, aber auch einigen Anstiegen durch diese wunderschöne Gebirgslandschaft. Nach diesem eher flüssigem, fast schon erholsamen Stück ging es über eine fiese Asphaltrampe zum Hochwaldgipfel hinauf. Spätestens hier wird sich mancher gefragt haben: WARUM??? Eine Teilantwort könnte die wunderschöne Bergbaude auf dem Gipfel sein, wo wir die Aussicht bei Speiß und Trank genossen und uns so für das letzte Drittel der Tour etwas erholten. Es folgte ein langer technischer Downhill und eine herrliche Pfadpassage zum "Matterhorn von Oybin", dem Scharfenstein. Die kurze Stiege zum Gipfel ließen wir uns nicht nehmen und schossen im fotogenen Nachmittagslicht noch ein paar Fotos. Über eine steinige Abfahrt und eine kurze Straßenpassage ging es nun zurück zum Ausgangspunkt. 40 Kilometer und 1500 Höhenmeter waren ein gewichtiger Grund, um die Sache mit Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen. Ja, der Kaffee hat noch gereicht und der Kuchen (Mürbeteig -Pudding-Schmand-Waldbeeren-Kuchen) war auch lecker.

Somit kann man letztlich sagen, es war eine tolle Runde mit netten Leuten und guter Stimmung. Es gab keine Verletzungen trotz genügend Potentials dafür und alle haben tapfer durchgehalten. Danke auch an Stefan für Photos und das Notfallshuttle, was nicht gebraucht wurde.

Ja...es war Glück!

Simon

Bilder

Das war...

 

Jubiliäum!!! .... verpasst :-(

Da haben wir mal aus lauter langer Weile nachgezählt, wie viele pfadlinig-Tretmühle-Tourentage wir eigentlich schon veranstaltet haben und festgestellt: Es sind schon lange mehr als 10 gewesen - auf Grund unseres schlampigen Chronisten Schnarchikus Dösikus ist es einfach nicht mehr nachvollziehbar, so dass wir JETZT einfach den 10. Tourentag im Zittauer Gebirge nachfeiern wollen (nächste Jahr erfindet unsere Marketingabteilung dann einfach ein neues Jubiläum...)

Feiern wollen wir die Sache im vielleicht schönsten Mittelgebirge Deutschlands. Euch erwarten dabei beinahe abartig steile Anstiege, kurze Schiebepassagen, massig viele Höhenmeter und endlos geile Trails - dass alles auf kompakten 40 Kilometern (glaubt uns - selbst für Konditionstiere ein angemessenes Pensum bei dem Höhenprofil - ca. 1500 hm). Belohnt werdet ihr (zumindest bei schönem Wetter) mit Kaspar-David-Friedrich- artigen Ausblicken, endlosem Fahrspaß und besonders leckerem Kaffee und Kuchen am Ende als Belohnung!

Ihr solltet für die Runde steile, lange und schmerzhafte Anstiege lieben und eine gute Fahrtechnik drauf haben. Um die Sache etwas zu entschärfen, werden wir uns jedoch Zeit lassen und einige Pausen einbauen. Für Verpflegung für unterwegs solltet Ihr selber sorgen. Helm ist absolute Pflicht - für die Abfahrten können auch ein paar leichte Protektoren nicht schaden.

Treffpunkt: Parkplatz am Bahnhof Bertsdorf (Olbersdorf) am Zittauer Gebirge (kostenlos mit Toilette - ca. 1:30h Autofahrt von Dresden)

Startzeit: am 25.09.2016 10:30 Uhr

Kosten: freiwille Spende in die "Ich fands Klasse-Kasse" nach der Tour

Anmeldung: Bitte, Bitte, Bitte schreibt uns bis zum 23.09.2016, wenn möglich, eine kurze Teilnahme-E-Mail an mail(at)pfadlinig.net oder über unseren Servicepunkt Tretmühle, damit wir angemessen backen können und im Schlechtwetter-Fall nicht etwa umsonst ins Gebirge fahren.