Menü

DeutschEnglishFrancais

AUF IN DEN NORDEN!

 

David und meine Wenigkeit bereisten Anfang August den weit entfernten Bikepark Hafjell, im wunderschönen Norwegen um dort die hoch gelobten Trails zu shreden.

Start war der 4 August gegen 9 Uhr. Das Auto war gepackt, die wichtigsten Dokumente am Mann, der Roadtrip konnte starten. Geplant und gebucht war nur die Fähre, der Rest sollte highlife geschehen. Das hieß in unseren Vorstellungen Freicampen mit den Elchen. Wir fuhren durch ganz Dänemark, von Autobahnfahrt 75 bis 1 und dann direkt auf die Fähre von Hirtshals nach Larvik. Dort angekommen war es 2 Uhr in der früh. Die Müdigkeit setzte ein und als ich nur noch alle 10 Minuten auf Davids frage antwortete, wo wir denn seien, beschlossen wir zu halten, ein verdientes Bier zu naschen und erstmal ein paar Stündchen zu schlafen. Mittwoch Vormittag landeten wir endlich in Hafjell, Ziel erreicht.

Das Wetter war typisch norwegisch. Wir beschlossen erstmal auf Erkundung zu gehen und uns im Gebiet nach Schlafmöglichkeiten umzuschauen. Hinaus lief es auf Freicampen an der Liftstation. Das Lager wurde für die kommenden Tage aufgeschlagen. Genächtigt wurde im Zelt und unser Wohnzimmer mit Einbauküche befand sich unterm Pavillon nebenan. Die sanitären Anlagen mit Toilette und Dusche waren die ganze Zeit geöffnet und Strom gab's ebenfalls kostenlos. Alles in allem eine super Sache. Bei unserem Glück zeigte sich am Nachmittag sogar die Sonne. Wir beschlossen den Grill zu zünden und mit viel Fleisch zu belegen, in Wurstform.


Der erste Tag war schnell vorbei. Am Donnerstag öffnete zum ersten mal der Bikepark. Wir waren früh auf den Beinen und nahmen die erste Gondel zur Mittelstation nach einem ausgiebigem Frühstück und sonnigem Wetter.
Für die erste Abfahrt wählten wir direkt eine schwarze Piste. Wir waren heiß und wollten wissen was uns erwartet.

Am ersten Tag testeten wir alle 14 Abfahrten und Abschnitte. Es kristallisierten sich erste Favoriten heraus, auf denen wir uns die kommenden Tage noch etwas austobten. Darunter zählten Gressloypa, eine sehr natürliche, technische, rote Abfahrt, die am Ende unseres Urlaubes mit einer unser liebsten Abfahrten wurde. NM Loypa, eine noch rupigere, technische schwarze Abfahrt mit teilen der Worldcup Strecke im unteren Gebiet. Der Roller Coaster mit mega Sprüngen und Buldreloypa. Eine sehr schnelle, technische blaue Abfahrt. Der erste Tag auf dem Rad war schneller vorbei als uns lieb war. Abends gab es lecker Gulasch aus der Dose mit Nudeln. Schmeckte etwas wie Thunfisch aber da das einführen von frischen Lebensmitteln nach Norwegen verboten war, mussten wir damit Leben. Nach dem Essen und anschließendem Duschen wurde uns langweilig. Mist! Die Gesellschaftsspiele vergessen. So beschlossen wir Flunkyball zu spielen, die Männerversion, David gegen mich, jeder drei Bier, los geht's. Wer als erstes nach um geschossener Flasche drei Biere leerte. David ging knapp in Führung und gewann die Abendwertung. Danach gings in die horizontale über, wir mussten Freitag ja wieder fit sein zum filmen und Rad fahren.

Die Nacht über blieben wir vom Regen nicht verschont. Der Freitag sollte aber wieder sonnig werden. Wir starteten super in den Tag, nach leckerem Frühstück und kurzem Bikecheck erwischten wir allerdings nur die 34te Gondel. Woran das wohl lag???


An diesem wunderschönen Freitag  widmeten wir uns der sehr naturbelassenen roten Abfahrt und der schnellen blauen Linie. Einige Aufnahmen waren im Kasten. Zwischen durch rockten wir immer mal die anderen Trails und ließen es ordentlich laufen. Zum Abschluss widmeten wir uns nochmal der Worldcup Strecke, einfach abgefahren. Vom Gefühl her war es wie als würde man in einem steilem Flussbett fahren, oder eher rumstochern.


Freitag abend gab es zur Abwechslung mal lecker Nudeln mit Tomatensauce und Bratwürstchen. Nach einem kurzem Blick ins Auto und der zweiten Runde Flunkyball, stellten wir entsetzt fest, dass unsere Biervorräte zur neige gingen. Hmmm, Mist, Bier war doch so teuer in Norwegen. Denn Samstag starteten wir wie die anderen Tage, diesmal sogar wieder Gondel Nummer 15. Heute stand der Roller Coaster und die Schwarze Downhillabfahrt auf dem Tagesplan. Juhuuuu endlich Luft unter den Rädern, es war ein Traum. Zwischenzeitlich ballerten wir auch die anderen gut ausgebauten Abfahrten herunter. Ja auch die Technik musste an diesem sonnigen Tag leiden, gerissener Schaltzug, gerissene Speiche stand auf der Tagesordnung. Wurde aber abends mit viel Sorgfalt repariert nach einem nicht ganz so schmackhaftem Abendbrot. Feuertopf aus der Dose können wir nicht weiter empfehlen.

Den letzten Tag vor der Heimreise gingen wir nochmal gemütlich an, Gondel 189, Nein Spaß! Wir rollten unsere liebsten Abfahrten nocheinmal, schossen ein paar schicke Fotos und hatten mega Spaß auf unseren Downhillboliden. Ausklang fand der Tag in der Pizzeria im Ort. 40€ für zwei Bier und eine kleine Pizza, der Hammer. Nach einer großen Vorspeise (Krautrolladen und Königsberger Klopse aus der Dose) reichte uns zum Glück eine kleine Pizza.

Am Montag bauten wir unser Lager zurück und starteten gegen 10 Uhr die Heimreise. Nach einem kurzem Halt und Beinevertreten in der Ostsee ging es 17:30 Uhr auf die Fähre Richtung Dänemark. In der Heimat gelandet sind wir am Dienstag den 11.08 gegen 9 Uhr.

Es war ein sehr schöner Urlaub und ein noch schönerer Trip mit David. Wir hatten mega viel Spaß und haben ordentlich Abfahrten in den Waldboden von Hafjell massiert.

EIN VIDEO VON UNSEREM UNVERGESSLICHEM TRIP FOLGT!!

Ride On und viel Spaß beim radeln.
Eure Pfadlinig-Tretmühle Teamfahrer
David Seifert und Martin Petrovsky

Bilder