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HeiDDespaß mit Heide in der Heide,

am Samstag, dem 24. Oktober luden ein paar gute Freunde zur Endurotour in die Dresdner Heide. Das war natürlich eine Einladung, welche ich nicht ausschlagen konnte, schließlich brauche ich nur zweimal umzufallen und schon befinde ich mich im besagtem Waldgebiet. Ich würde mich dort durchaus als "Local" bezeichnen, wovon ich mir natürlich Vorteile bei den Wertungsprüfungen erhoffte. Im Unterschied zu sonst, trat ich dieses Mal mit meiner "Heidemarie" an, einem 26iger Scott Spark aus 2009, womit ich auch sonst immer in der Heide unterwegs bin. Fix noch ein paar Schlammreifen aus dem Schuppen gekramt (feuchte Wurzeln, nasser Sand, Schlammlöcher...) und los gings.

Bei schönstem Sonnenschein starteten schließlich 40 Mädels und Jungs zu einem 20 Kilometerparcour durchs Waldgebiet.  An der ersten Prüfung bestätigte sich meine Hoffnung - bekanntes Terrain! Somit konnte ich recht selbstsicher durch die mit Anliegerkurven und einigen kleinen Hüpfern garnierte Strecke fegen.

Über schmale Pfade ging es danach schließlich zur zweiten Prüfung. Aber huch! Die startete in eine völlig unerwartete Richtung - nichts mit bekanntem Terrain!!! egal - eben wieder das echte Endurofeeling - also Fahren auf Sicht. Und die Strecke hatte es in sich - erst über elendig lange Ziehwege keulen und dann, wenn alles am Körper so richtig sauer ist, ging die technische Passage los. Stufen, Sand, Steilhang, Wurzeln. Trotzdem schien es gut zu laufen, nicht zuletzt, weil sich die Schlammreifen tatsächlich sehr gut in den Sandboden festbissen.

Auch die dritte Prüfung kannte ich nur grob, da ich diese zwar in Teilen regelmäßig abgefahren bin, aber eben immer in die andere Richtung. Dafür gab es hier wieder ein endloses Tretstück - gut für mich und meine 11 Kilo schlanke Heidemarie, dachte ich mir.

In Prüfung vier schließlich bestätigte sich eine Hoffnung von mir, nämlich, dass mein Lieblingspfad als Prüfung dabei ist. Der sogenannte 7-Brücken-Weg besteht aus einem Wechsel von Wurzelteppichen, einem ständigen schwungvollen Auf und Ab, Holzbrücken und unzähligen Kurven in verschiedensten Varianten. Dem entsprechend fegte ich hochmotiviert über meine Lieblingsstrecke. Im Ziel hatte ich dann schließlich auch ein gutes adenalin-geschwängertes Gefühl.

Zurück am Ziel gab es vor der Bratwurst und dem Steak noch eine "Sonderprüfung". Hierbei ging es um einen kleinen Geschicklichkeitsparcour. Einmal Fuß absetzen=eine Strafsekunde! Das war natürlich nichts für mich "Grobmotoriker" - dachte ich, zumal die grölende Enduromeute rings herum stand und jeden Patzer zünftig "kommentierte". Aber eigentlich war es ein riesen Spaß - denn einmal musste ich mich zwar zur Feile machen, aber 39 mal konnte ich mit abfeiern!!!

Die anschließende Grillrunde rundete den gelungenen Tag zünftig ab.

Mit der Ergebnisliste kam dann für mich natürlich auch wieder die Stunde der Erkenntnis:

1. ich bin nicht der einzige Local in Dresden

2. es gibt Leute, die sind keine Locals und trotzdem schneller

3. schnell fühlen und schnell sein, sind zwei unterschiedliche Sachen

4. Scheiß auf das Ergebnis - es war trotzdem geil!!!

Ich habe schließlich den 21. Platz "erschlichen" mit einer Gesamtzeit von 11:28. Sieger wurde Konstantin Schade mit einer Hammerzeit von 10:11. Das beste Ergebnis bei den Frauen erzielte Anne Naumann mit einer Zeit von 12:32.

Vielen Dank an die Organisatoren für den perfekten Bike-Tag und auch ein Dankeschön an die vielen entspannten Mitstreiter!

Simon