Letzte Woche war es endlich soweit, DER Trip mit den Jungs nach Finale Ligure stand an. 8 Mann, 2 T4-Busse, ja, der gute T4….forget T5…kennt Ihr das Evolutions-Tshirt des VW-Busses? Nein, ok… T1 – T4 jeweils ein Bild des Autos und beim T5….T5 auf dem Anhänger und wird vom T4 gezogen …haahaahaa…(musste hier mal gesagt werden) 4 Werkzeugkisten, 2 Reparaturständer, geschätzte 200 Taschen, und ein komplettes Ersatzrad in Einzelteilen. Wer hat der kann und sollte, wie sich im Laufe des Trips herausstellte.

T4-Crew 1: Jan, Nick, Matze und ich. T4-Crew 2: Marten, Marko, Thomas und Fischi. Abfahrt 22:00 Uhr in Freital und ab in die Nacht bis zum Morgen in Finale. Ankunft 10:00 Uhr in Pietra Ligure bei Mario. Wohnung beziehen, Einkaufen, Essen machen, paar Minuten schlafen und dann auf die Piste. So war es immer, diesmal hatten wir uns dann für Eisessen in der Innenstadt, anstatt Trails shreddern, entschieden…:-) …mit dem Alter wird man entspannter oder so…

Tag 1 nach Ankunft war das mit dem Alter vergessen und es ging auf die Trails rings um Pietra und Finale bei Traumwetter. Hinzu kamen an diesem Tag noch Tino von den Dschäggsons und Johann aus der Schweiz. Damit waren die Lager ausgeglichen. Mächtige "Baddabums" mit großen Dämpfern und großen Gabeln gegen äähhhh große Räder :-D, also DH-Maschine gegen Enduro-Feile auf 29“ und 653C oder so… Ergebnis am Ende des Tages: Schmerzende Arme, Handgelenke, Finger und Beine…defekter Dämpfer, Schaltwerke ab, Speichen raus, Platten, Felgen im Eimer….aber Dauergrinsen in allen Gesichtern…ging gut los! Die Tage endeten immer mit Eis am Marktplatz in Finale und Schlemmen am Abend. Pasta, Pizza, aber vor allem Fisch… Carpaccio al tono sag ich nur! Hamburger di bufala war auch dabei… Weltklasse…das letzte war übrigens kein Fisch, nur zu Info!;-)

Ok, kommen wir zu Tag 2: NATO-Base, brauch ich nix sagen oder? Muuhhaaaahhaaa….fahren, fahren, fahren….Hammer!

Tag 3: Pedalieren angesagt, also Jan, Marko und ich mit den Enduro-Feilen. Geniale Tour, am Anfang irgendwie verfranzt und völlig genervt durch brutales Dickicht mit Dornen und nassem verdammt groben Geröll quer durch den Steinbruch auf oberster Ebene, verschwitzt, zerstochen und frustriert in Finale angekommen. Satzbau stimmt hier nicht? Genau, aber so war das mit der Tour am Anfang, da stimmte was nicht, nur damit ihr besser mitfühlen könnt! Einhellige Meinung: „Spitzen Trail Jungs“! Von da an haben wir bei jedem Passieren des Steinbruchs im Tal gesagt: „Ey, ich kenn da einen spitzen Trail dort oben!“ Brüller am Tag! :-D

Tag 4: San Remo + San Romolo….mal wat Grobes, also eher was für die DH-Buden…mit dem 29er ja nicht zu schnell werden! Bei der ersten Fahrt hat sich dann eine Keule gleich weggelegt und wir dürfen nun eine Odyssee in einem italienischem Krankenhaus zu unseren Erfahrungen zählen. 7 Stunden Notaufnahme! Neben blutenden Nasenbeinen, tiefen Schnittwunden, zusammengebrochenen Kreisläufen, Bauchschmerzen und what ever! Am Eingang ein Schild, wir sprechen 7 Tage die Woche, 24 Stunden lang, englisch, deutsch, russisch, japanisch etc…..nee, is klar! Nur italiano war angesagt! Mist, und wer erklärt mir die Diagnose?!? Hiermit bedanken wir uns noch mal bei der unglaublich freundlichen älteren Dame, welche perfekt deutsch und italienisch konnte und uns sofort geholfen hat. Woher können Sie so gut deutsch? Ich bin Deutsche und lebe seit ein paar Jahren hier! Ahhh, schön! Scheisse, ging uns durch den Kopf, denn wir hatten nach 5 Stunden Frustwarten angefangen zu lästern und den Leuten Spitznamen gegeben…der Chirurg als Beispiel hieß nur: „Der Henker!“ ja, so sah der aus! Lief immer mal in die Röntgenabteilung und zurück und verzog keine Miene! Wir waren erst froh als er 5 nach 8 seine Koffer packte (ciao Ragazzi!) aber erst danach realisierten wir…Feierabend und nun? Wir waren gespannt was jetzt passiert. Ahhhh, neuer Arzt…. Fischi war bleich wie eine Kalkwand, aber dank der super netten älteren Dame, am Ende alles gut! Handgelenk angebrochen! Schwein gehabt….trübte die Stimmung etwas! Als wir raus kamen warteten die Jungs gespannt was ist. Die wollten erst rein, konnte sie noch davon abhalten, denn dann wäre Schwester Edeltraut, von uns so genannt, an der Notrezeption total durchgedreht! Die war so schon leicht gereizt, da das Wartezimmer bezüglich des Lautstärkepegels eher einer Bahnhofshalle glich, da alle telefonierten! Sogar die Ärzte…Patient an Geräten angeschlossen, daneben der Doc…ciao, ci, ci, nooo, ci… haaaa haaa….pasta, pasta, ci…. Na ob der Patient überlebt?  Und alle Steckdosen waren mit Ladekabeln besetzt, sogar auf’m „Scheisshaus“…. irre ey!!! Man meckert zwar manchmal über good old Germany, aber naja…. ohne Worte!  

Tag 5: Varigotti…paar Abfahrten und dann Strand und am Abend na? Genau, Sonnenbrand! Helden! Außer die beiden Behrenbrüder, sorry Jungs, is jetzt glaube ich falsch geschrieben, aber ich kenn nur eure Vornamen! Der Thomas „Osama“ Behre sieht aus, als wenn der schon 200 Sonnenstunden hinter sich hat! Er hatte natürlich keinen Sonnenbrand…logisch. Der kleine Bruder Matze auch nicht…….spitze die Jungs, sind auch immer mal für einen handfesten Bruderstreit zu haben. „Ey, wo ist der Matze, keine Ahnung wo er Typ gerade is!“… „is mir auch egal!“ ….uhhh…ok…Reizthema, aber am Ende haben sie sich immer wieder lieb! Brüder halt!

Tag 6: Fahren, fahren ey! Es ist bald zu Ende! Marten, Nick, Marko, Jan und ich sind dann noch mal los. Am Ende ist man locker, es läuft, man ist schnell und is traurig wenn es vorbei ist. Jeder hat sich noch mal schön in den Staub gelegt und Marten „Rockgitarre“ Nachnameweg, mussten wir regelrecht vom Bike zerren. Wie heißt Du eigentlich mit Nachnamen Marten? Wurde nie erwähnt! Nick das Küken, welcher Albträume von dem Trip mit 7 alten Typen haben wird, war platt, aber glücklich nach Tag 6. Bike fast einmal komplett getauscht, Bodenproben genommen, blaue Flecken und in der letzten Abfahrt noch nen Platten! DEN ersten Trip wirst du NIE vergessen! Marko und Jan…. waren irgendwie unauffällig! Lag vielleicht daran, dass die immer vorneweg waren! Ahh, doch, letzte Abfahrt lieber Marko!  Schöne die Felge zerballert, da war doch was! Mädels von der Piste gebrüllt, man stellt sich aber auch nicht mitten auf die Piste hinter eine Kurve. Ok, kann ja Keine ahnen, dass da Einer mit Mach10 ankommt! Jan Fleeschar Lewiak betonte sein Ruhe beim Shuttln hinter anderen Autos mit 10 cm Abstand und wilden Drift’s auf Betonplatten. Geht nur mit dem T4! Fuhr ständig den DH-Bikes mit dem 29“ davon und versorgte die Truppe mit Essen vom Feinsten! Fleeschar halt! Dienstältester im Team, guter Mann!    

Tag 7: Abfahrt in die Heimat! Hier schwingt dezent Frust mit!

Jungs! Es war mir eine Ehre!!! Bis zum nächsten Mal!   

Stefan                               

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