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Eine kleine Geschichte


Blick vom Felsberg Jezerka

Die Geheimnisse des Miriquidi

Der Begriff "Miriquidi" taucht in einigen historischen Quellen als Name für das südliche Grenzgebirge Sachsens auf und bedeutet soviel wie "undurchdringlicher Dunkelwald". Erst im 16. Jahrhundert tauchte der Begriff "Erzgebirge" in alten Schriften auf; sicher aufgrund des intensiv betriebenen Bergbaus in der Region. Durch den Bergbau und der damit verbundenen Besiedlung verschwand der dunkle Urwald zum großen Teil. Was blieb, ist ein Gebirge, durchlöchert wie ein schweizer Käse und eine sehr alte Kulturlandschaft mit historischen Ortskernen, alten Schlössern und geheimnissvollen Burgruinen. Doch an einigen Stellen gibt es sie noch - die großen dunklen Waldgebiete! Schmale Pfade schlängeln sich zwischen Felsen, alten Bäumen und entlang rauschender Bäche. Sie führen zu erwunschenen Felsgebilden, überraschenden Aussichten oder verborgenen Tälern, wo der Bergbau vergangener Jahrhunderte seine Spuren hinterlassen hat.

Der Loucnagipfel

Das etwas andere Mittelgebirge

Von Norden betrachtet gibt sich das Erzgebirge sehr sanft und lieblich, ohne auffällige Bergformen und mit nur wenigen tieferen Tälern. Es gleicht vieler Orts eher einer sanft gewellten Hügellandschaft als einem Mittelgebirge mit über 1.000m hohen Gipfeln. Die schräg angkippte Pultscholle des Erzgebirges zeigt nach Norden hin ihre flache Seite. Nach Süden hin werden die Täler jedoch tiefer und aus kleinen Hügeln werden zunehmend größere bewaldete Wellen. Die höchsten Punkte des Gebirges werden auf tschechischer Seite erreicht. Steht man auf einem dieser Gipfel, bekommt das Erzgebirge schlagartig ein anderes Gesicht. Die Kammberge des Erzgebirges fallen hier unerwartet steil bis zu 700 Höhenmeter ins flache böhmische Becken ab - so allmählich sich das Erzgebirge von Norden her aufgebaut hat, umso plötzlicher verschwindet es wieder im böhmischen Becken.

Blick vom Schwartenberg (789m)

Wege, Pfade, Höhenmeter

Ein dichtes Wander und Forstwegnetz macht sämtliche Ziele für den Mountainbiker erreichbar. Dabei surft man über traumhafte Waldtrails, deren Untergrund meist wurzelig ist oder aus weichem Waldboden besteht und eher selten steinig sein wird. Im sächsischen Erzgebirge summieren sich die Höhenmeter aus relativ kurzen, maximal 300 Höhenmeter überwindenden Abfahrten oder Anstiegen. Auf tschechischer Seite können es auch bis zu 700 Höhenmeter am Stück sein. Dabei kommt dann bei bis zu 10 km langen Downhills oder Uphills richtiges Alpenfeeling auf. Das besondere bei den Touren ins tschechische Erzgebirge ist, dass man zuerst die Mehrheit der
Höhenmeter bergab vernichten darf, ehe man sie sich im Nachhinein bergauf verdienen muss.

Fahrt durchs Rungstocktal

Mountainbike-Region mittleres Erzgebirge

Im mittleren Erzgebirge besitzt der Mountainbikesport seit längerer Zeit einen hohen Stellenwert. Angefangen hat wahrscheinlich alles mit dem Erzgebirgs-Bike-Marathon (ebm) in Seiffen, welcher bereits 1992 das erste Mal statt fand. Mitte der 90er Jahre gab es am Schwartenberg sogar einmal eine sächsische Downhill-Meisterschaft(!) Bei Lengefeld entstand vor einigen Jahren schließlich das erste beschilderte Mountainbike-Wegenetz Sachsens. Inzwischen gibt es unzählige große und kleinere Mountainbike-Events in der Region zwischen Lengefeld und Seiffen. Unter anderem auch ein Mountainbike-Enduro, wo sowohl bergauf als auch bergab Punkte gesammelt werden. Immer mehr Mountainbiker fragen nach weiteren Tourenmöglichkeiten. Eine Auswahl der besten Touren findet Ihr im Miriquidi-Tourenführer. Damit bietet das mittlere Erzgebirge für jeden Geschmack unzählige Möglichkeiten für ungetrübten Trail- und Landschafts- Genuss.


Besucht uns und genießt es selbst!